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Gebietskulisse für
den Nationalpark Senne -
Lippischer Wald jetzt in der öffentlichen Diskussion
Bericht von der Jahresmitgliederversammlung
Das gab Dietmar Stratenwerth allen Teilnehmern der
Jahreshauptversammlung am 12. Mai mit auf den Weg: "Wer sich für die
Errichtung eines Nationalparks Senne einsetzt, muss einen langen Atem
haben".
Dennoch konnte er von ermutigenden Entwicklungen berichten. Die
Truppenreduzierung im Standort Augustdorf wie auch die Ausweisung des
Truppenübungsplatzes als FFH-Gebiet hat die Stimmungslage in der Region
zu Gunsten der Nationalparkidee spürbar verbessert. Bei den
Anrainergemeinden wächst die Einsicht, dass die Einzigartigkeit des
Senneraums einen gewichtigen Standortvorteil bietet, weil mit einem
Nationalpark Senne der Prosperitätsverlust, der mit dem Truppenabzug
verbunden ist, ausgeglichen oder doch deutlich abgeschwächt werden kann.
In dieser Situation ist es von großer Bedeutung, dass Unsicherheiten
über das Gebiet des künftigen Nationalparks ausgeräumt werden können.
Dies ist nun dank der Arbeit des Wissenschaftlichen Beirats gelungen.
Der Beiratsvorsitzende Dr. Seraphim stellte der Versammlung die
Gebietskulisse des Nationalparks in einem detailliert begründeten
Entwurf vor, der über den Truppenübungsplatz hinaus auch den Lippischen
Wald und bereits ausgewiesene Naturschutzgebiete einschließt.
Der Entwurf soll jetzt mit allen interessierten Gruppen und
Institutionen diskutiert werden, um eine gemeinsame Konsensbasis zu
finden. So soll auch sichergestellt werden, dass der Kulissenvorschlag
im Gebietsentwicklungsplan verankert wird.
Die nächste zu lösende Aufgabe ist die Umsetzung der FFH-Richtlinie auf
dem Truppenübungsplatz. Im Unterschied zur Landesregierung, die
vertragliche Schutzvereinbarungen mit dem Bund, insbesondere der
Bundesforstverwaltung und den militärischen Nutzern anstrebt, begründete
Herr Stratenwerth unsere Auffassung, dass eine baldige Ausweisung des
Gebietes als Nationalpark bei gleichzeitiger Befreiung für die
militärische Nutzung der beste Weg wäre, um eine Nationalparksatzung mit
dem notwendigen und erforderlichen Schutzstatus zu erreichen.
Augustdorf beschließt Beitritt zum Förderverein
Initiativen "von unten" lohnen sich. Die Augustdorferin Andrea McGregor
hat mit einem Bürgerantrag erreicht, dass der Hauptausschuss des
Gemeinderats einstimmig beschlossen hat, dass Augustdorf Mitglied des
Fördervereins Nationalpark Senne wird. Lediglich Bürgermeister Peter
Hufendiek enthielt sich der Stimme. Begründet wurde der Beschluss damit,
dass der Nationalpark eine einmalige Chance für die Gemeinde sei, neue
Arbeitsplätze zu schaffen und die ökologischen Interessen der Gemeinde
zu schützen.
Mitgliedsbeitrag ab 2002
Ab 1. Januar 2002 beträgt die Mindesthöhe des Jahresbeitrags für
Mitglieder 10 EUR und somit für den Förderbeitrag mindestens 20 EUR. Die
Mindesthöhe des Jahresbeitrags für institutionelle Mitglieder ist auf 25
EUR festgelegt.
Satzung
Die Satzung des Fördervereins wird jederzeit zugesandt. Wir bitten,
einen adressierten und mit 2,20 DM frankierten Umschlag der Nachfrage
beizulegen.
Zukunftsforum Senne
Das Zukunftsforum Senne will eine breite Diskussion mit den betroffenen
regionalen Akteuren über die Ausweisung der Region als Nationalpark
einleiten und den Dialog mit Fachleuten herstellen, um Erfahrungen aus
anderen Regionen nutzen zu können.
Gemeinsam mit der Akademie für Umweltforschung und -bildung in Europa (AUbE)
e. V. veranstaltet der Förderverein eine ganztägige
Auftaktveranstaltung: Nationalparke als Beitrag zur nachhaltigen
Regionalentwicklung.
Das Detailprogramm ist 6-8 Wochen vor der Veranstaltung erhältlich.
Nationalparke als Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung
Freitag, 23.11.2001
Lippe-Institut
Bad Lippspringe
Anmeldung und Information
Akademie für Umweltforschung und -bildung in Europa (AUbE) e.V.
August-Bebel-Straße 16-18
33602 Bielefeld
Telefon/Fax: 0521 - 61370
Info@AUbE-Umweltakademie.de
Programm
Block Einführung
Nationalparke und Regionalentwicklung
Naturschutz als Motor für Regionalwicklung: Perspektiven für den
Tourismus
Block Beispiele
Nationalparke und Regionalentwicklung: Perspektiven für den Naturschutz
Nationalparke und Regionalentwicklung: Perspektiven für den Tourismus
Block Akteure aus der Region:
Naturschutz
Regionalmanagement
Tourismus
Kommunen
Gebietskulisse Nationalpark Senne - Lippischer Wald
Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fördervereins am
12. Mai 2001 wurde von dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates
Dr. Ernst Seraphim die Gebietskulisse des zukünftigen Nationalparks der
Öffentlichkeit vorgestellt.
Nach ca. zweijähriger Arbeit der Planung und Sichtung verschiedener
Vorschläge über die Ausdehnung und Größe des Nationalparks ist der
Wissenschaftliche Beirat nun zu der Entscheidung gekommen, dass ein
zukünftiger Nationalpark nicht nur das Gebiet des heutigen
Truppenübungsplatzes umfassen soll, da die dort vorhandenen Lebensräume
für Pflanzen und Tiere so empfindlich seien, dass mit Rücksicht auf z.
B. den Tourismus Pufferzonen außerhalb des Übungsplatzes dazugenommen
werden müssten.

Die vorgestellte
Gebietskulisse (vgl. Karte im Rundbrief - Da die Karte sehr groß und
detailliert ist, war es uns nicht möglich, alle Einzelheiten im Internt
abzubilden) umfasst eine Fläche von insgesamt ca. 190 Quadratkilometern,
bei der neben dem Truppenübungsplatz die Naturschutzgebiete Moosheide,
Schlänger Moor, Externsteine, Donoper Teich und Hiddeser Bent einbezogen
sind.
Auch die Schluchten und Moore am oberen Furlbach, der Ölbach mit dem
Augustdorfer Dünenfeld, die Trockentäler, Kastentäler und Dünen des
oberen Westerholter Baches sollen zu der Gebietskulisse gehören wie auch
ein großer Teil des Wander- und Erholungsgebietes des Lippischen Waldes
zwischen dem Tönsberg bei Oerlinghausen und der Bundesstraße 1 zwischen
Schlangen-Kohlstädt und Horn.
Spenden
Spenden sind für den Förderverein wichtig, denn allein die
Mitgliedsbeiträge reichen nicht, die Ziele und Vorhaben des
Fördervereins zu verwirklichen.
Wir danken allen, die unsere Arbeit mit einer regelmäßigen jährlichen
Spende unterstützen - und wir rufen erneut alle Mitglieder und
Interessenten auf, es ihnen gleich zu tun.
Überweisen Sie ihre Spende direkt auf das Spendenkonto. Die Spenden
können steuerlich geltend gemacht werden, wir werden die Bescheinigung
unmittelbar nach Erhalt der Spende senden. Wenn Sie sich entschließen,
regelmäßig einmal im Jahr einen festen Betrag zu spenden, können Sie uns
dafür eine Einzugsermächtigung senden.
Mitglieder werben
Zum 31. Dezember 2000 gehörten dem Förderverein 198 Mitglieder,
fördernde und institutionelle Mitglieder an.
Weitere Mitglieder sind nötig, uns eine noch kräftigere Stimme zu
verleihen, wenn es um die Errichtung des Nationalparks geht. Gerne
senden wir das Informationsprospekt über den Förderverein - auch mehrere
Exemplare, wenn Sie es in Ihrem Bereich auslegen wollen - damit er
genutzt werden kann, neue Mitglieder und Spender zu gewinnen. |
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